Im März 2026 stiegen die Großhandelsstrompreise in mehreren europäischen Ländern infolge geopolitischer Konflikte und starker Volatilität der Erdgaspreise auf Jahreshöchststände. Der durchschnittliche tägliche Strompreis in Italien erreichte 168,54 € pro MWh, ein nahezu einjähriges Hoch. Die Unterschiede bei den Preisanstiegen hängen weitgehend vom Grad der Abhängigkeit von Erdgas ab: Italien mit einer Abhängigkeitsrate von bis zu 89 % verzeichnete die stärksten Preiserhöhungen, während Spanien dank des Ausbaus erneuerbarer Energien nur eine Erdgasabhängigkeit von 15 % aufweist und daher deutlich geringere Preisschwankungen verzeichnete. Hohe Strompreise haben bei Haushalten und Unternehmen die Sorge um die Energiesicherheit verstärkt und zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach Solar-Plus-Speicher-Systemen geführt.
Als zentrale unterstützende Komponente für Solar-Plus-Speicher-Systeme verzeichnen auch Photovoltaik-Montagesysteme eine steigende Nachfrage. Der weltweite Markt für Photovoltaik-Montagesysteme soll im Jahr 2026 etwa 16,17 Milliarden US-Dollar erreichen und bis 2035 auf 24,13 Milliarden US-Dollar wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 4,5 % entspricht. Die stark wachsende Nachfrage nach Solar-Plus-Speicher-Lösungen in Europa treibt die Nachfrage nach Montagesystemen direkt an. Derzeit verfügen mehr als 40 lokale Hersteller in Europa über eine gemeinsame Unterstützungsleistung von rund 100 GW.
In den Niederlanden hat die begrenzte Verfügbarkeit von Fläche zu einer raschen Entwicklung innovativer Anwendungen wie Dachmontagesystemen, Agrivoltaik und schwimmenden Photovoltaik-Montagesystemen geführt. In der nordischen Region wächst die Nachfrage nach Ost-West-vertikalen Montagesystemen, um das Sonnenlicht in den Morgen- und Abendstunden optimal einzufangen. Der Anteil von Agrivoltaik- und Solar-Carport-Montagesystemen ist von 12 % im vergangenen Jahr auf 22 % gestiegen und stellt damit das am schnellsten wachsende Segment dar.
Auf politischer Ebene verlangt der EU-Gesetzesentwurf zum Netto-Null-Industrieakt, dass bis 2030 40 % der Montagesysteme lokal hergestellt werden. Spanien und Frankreich gewähren zudem Subventionspräferenzen für lokal produzierte Montagesysteme. Falls der EU-CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) auf Montagesysteme ausgeweitet wird, könnte dies die Einfuhrkosten für in China hergestellte Montagesysteme um rund 8–12 % erhöhen und einige Hersteller dazu veranlassen, ihre Produktion stärker vor Ort in Europa anzusiedeln.
Aktuelle Nachrichten2025-04-11
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